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Acht Wochen Fazit

Nach knapp zwei Monaten in Shanghai ist es Zeit für ein Fazit. Wir sind keine absoluten Newbees mehr, aber in vielen Dingen immer noch chinesische Greenhorns.

Meines Zeichens staatlich diplomierte Verwaltungswissenschaftlerin - dieses ansonsten nur stark belächelte Studium gewinnt beim Café in Diplomatenkreisen ungewohnt positive Aufmerksamkeit :-) beginne ich mit den administrativen Angelegenheiten: Wir haben ein Visum, eine Arbeitserlaubnis, Führerscheine und Telefone und ab morgen auch endlich die Luftfracht mit unglaublichen neun Kartons! Bis heute leben wir nämlich aus unseren acht Koffern und ungezählten Ikea-Bestellungen. Wir sehen daher immer gleich aus, dank der wirklich netten und waschfreudigen Ayi zumindest aber immer frisch und sauber.

Weiter auf der Haben-Seite steht ein nettes Café in Radeldistanz mit sehr leckerem Erdbeershake! Kurz nachdem dieses Bild entstanden ist, sind wir auch mutig mit den Kindern zum chinesischen Frisör maschiert, jetzt sehen sie nicht mehr ganz so wild aus.

Wir haben weiter schon Fieber, Magenverstimmungen, Heimwehanfälle, Hautausschläge und eine von Mathilda verschluckte Stahlkugel (klein) bewältigt. Diese kam nach Heulkrampf der Mutter wie vom deutlich entspannteren Vater prophezeit wieder im Ganzen raus und Mathilda ist munter wie eh und jeh.

Wir beginnen die sozialen Netzwerke zu spannen, waren schon mit den unterschiedlichsten Menschen beim Café-Trinken, kennen zig neue Lebensgeschichten und finden dass die Hauswahl in direkter Nähe zur Schule eine gute war. Die Schule ist toll und mit der deutschen Bibliothek eine Anlaufstelle für uns alle. Heute haben wir auch einem wirklich schönen deutschen Gottesdienst in einer alten Kirche im Herzen von Shanghai beigewohnt, der uns eine weitere freundliche und hilfsbereite Community aufgetan hat.

Was wir noch nicht haben ist das Gefühl hier zu Hause zu sein. Nach acht Wochen auch schwierig, aber an verregneten Sonntag-Nachmittagen mit schlechter Allgemeinlage würden wir immer noch liebend gern, ganz spontan unsere acht Koffer packen, uns vom wirklich netten Fahrer zum Flughafen bringen lassen und einfach Heimkommen.

Wie schön zu wissen, dass ihr uns hier in Gedanken begleitet. Wir haben auch ein tolles Gästezimmer und freuen uns über Besuch. Vielleicht packt ja den einen oder anderen von euch noch das Reisefieber.

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