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Fortsetzung folgt... jetzt.

So, jetzt seid Ihr alle wieder auf dem neuesten Stand.


Nach wunderschönen Weihnachtsferien zusammen mit euch, fuhren wir doch etwas beklommen zum Flughafen. Gedanken an Kirchenglocken, Grillen im Wald, Spaziergänge am See, Kuscheln mit der Oma, Spielen und Toben mit langjährigen Spielgefährten, lange schöne Nachmittage und Abende, leckeres Essen und unvergessene Tanzeinlagen an Silvester. Zum Glück gab es am Flughafen München gleich ein großes Hallo mit Nachbarn, Schulgefreunden, Lehrern und neuen Bekannten (ah hallo und wer bist Du?). Toms Fußballtrainer schritt durch die Flugzeuggänge und klatsche seine Jungs ab und als endlich Stille im Flugzeug einkehrte, wünschte man sich reihum eine gute Nacht. Ein Gefühl wie auf Klassenfahrt - nur halt auch mit Eltern.


Damit uns der gefürchtete „Nach-Weichnachts-Blues“ nicht erwischen konnte, haben wir uns gleich in Partyvorbereitungen gestürzt. Eine 20er Jahre Party stand ins Haus und wir wurden mit kreativen Verkleidungen und lustigen Gästen belohnt. Die Ayi hat fleißig mit geholfen und so fiel es gar nicht auf, dass einer der Caterer nicht erschienen ist. Leider war am darauffolgenden Tag ein staatlich verordneter Arbeitstag (die Chinese New Year Ferien müssen verdient sein), so dass die Party schon etwas früher als erwartet ihr Ende fand.



Seit Anfang des Jahres fahre ich auch wagemutig selbst im Auto durch Shanghai zur Arbeit (was Philipp schon ein paar Monate beherrscht). Und was mich zuerst wirklich nervoes gemacht hat, klappt inzwischen ganz gut. Man braucht eine gehoerige Portion Gelassenheit und eine defensive Fahrweise. Die Chinesen wechseln gerne die Spur ohne Blinker und Vorwarnung. Sie gehen davon aus, dass der Hintermann schon aufpasst. So fuehle ich mich inzwischen schon mehr in dieser riesigen Stadt angekommen. Und als ich neulich in einem fremden Parkhaus nach einem Firmenevent vor verschlossener Schranke stand halfen vier nette Parkwaechter weiter (einer lud die App auf mein Handy, der zweite bediente sie, der dritte dirigierte mich vor und und zurueck, damit die Kamera das Nummernschild richtig lesen kann und der vierte salutierte beim erfolgreichen Schrankenoeffnen) was will man mehr!



Und was macht man, wenn die Chinese New Year Ferien ins Haus stehen, es Hunde und Katzen regnet, die Kinder einen Huettenkoller bekommen und ganz China gebannt auf den Virus wartet (Meine Sekretaerin schickte mich am letzten Arbeitstag mit Maske in den Supermarkt um Notrationen fuer die Familie zu kaufen, da wurde es mir schon mulmig). Richtig! Man verabredet sich mit anderen Expats (Belgiern) zum Brunchen und Shoppen im Ikea. Und trifft dort weitere Expats (Schweizer) aus der Nachbarschaft.


Zur Freude des Managements haben sie die wenigen Europaer aufs Bild mit den obligatorischen gluecksbringenden Neujahrsdrachen bekommen und wir haben in einem ziemlichen leeren Ikea unterschwellig gegen Virusaengste angekauft, eine Menge Geld dagelassen und wirklich viel Spass gehabt.


Total erledigt gab es dann zu Hause eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mittagsmahlzeit, die wieder erwarten allen hervorragend geschmeckt hat. Happy chinese new Year – das Jahr der Ratte 2020 kann beginnen.

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